Sensationelles Giersch-Pesto mit Blüten-Konfetti

Bei uns wuchert im Blumenbeet überall Giersch – oder soll ich lieber sagen: Er wächst und gedeiht? Denn ich habe beschlossen, das schmackhafte Wildkraut nicht zu jäten, sondern zu ernten. Mit großer Freude – und ich freue mich über jedes Blatt mehr, das wächst, anstatt mich darüber zu ärgern.

Habt ihr auch schon Giersch entdeckt? Wenn ihr, statt fluchend mit Spaten im Gartenbeet versunken, lieber jubelnd mit dem Kochlöffel in der Küche stehen wollt, dann ist dieses Rezept genau das Richtige für euch. Heute verrate ich euch, wie dieses sensationelle Giersch-Pesto mit Blütenkonfetti gelingt:

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Aber bevor es los geht, zeige ich euch, wie ihr Giersch genau bestimmt, um Verwechslungen mit eventuell giftigen Nachbarn im Beet und am Wegesrand zu vermeiden:

Die Zahl 3 spielt bei der Bestimmung eine ganz wesentliche Rolle. Besonders markant ist der dreieckig geformte Stiel mit einer deutlich fühlbaren Furche. An diesem wachsen 3 Blätter, die wiederum 3-fach untergliedert sind. Die Blattunterseite ist matt und nicht glänzend. Der Stängel ist grün, nicht gesprenkelt, glatt und unbehaart, hat am untersten Ende, nahe der Wurzel, eine rötliche Wölbung und filigrane Wurzeln. Der Duft beim Abbrechen des Stängels oder Zerreiben der Blätter erinnert angenehm an frische Petersilie und Möhre. Mit diesen Merkmalen könnt ihr Giersch von giftigen Wildpflanzen – wie Schierling, dessen Blüten dem des Giersch sehr ähnlich sehen, oder dem Wimper-Kälberkopf, dessen junge, an der Unterseite jedoch leicht glänzenden Blätter, Giersch zum Verwechseln ähnlich sein können – unterscheiden.

Das ist eindeutig Giersch:

Wenn ihr euch unsicher seid, fragt unbedingt vor dem Verzehr einen Experten.

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Einmal sicher bestimmt, steht dem Genuss nichts mehr im Weg. Das sanfte Wildkräuteraroma des Giersch überzeugt sogar Wildkräuter-Neulinge, es erinnert an den Duft von Petersilie und auch ein wenig an Möhre und Pastinake. Das Kraut steckt voller Vitamine und Mineralstoffe, besonders, wenn zwischen eurer Ernte und Zubereitung nur kurze Zeit vergeht. Ihr könnt Giersch roh und als ganzes Blatt als Salat verzehren, gekocht oder gedünstet wie Spinat, als Einlage für Suppen, Belag für Pizzen oder Quiche. Oder als aromatisches Pesto – wie das gelingt, das zeige ich euch jetzt.

+++ Gelingt vegetarisch, vegan, paleo, lowcarb, gluten- oder laktosefrei +++

Das Rezept

Difficulty: Anfänger Prep Time 5 min Total Time 5 Min. Servings: 4 Best Season: Frühling

Zutaten:

Kräuter

Weitere Zutaten:

Optional:

Zubereitung:

  1. Schritt 1

    Kräuter waschen und trocken tupfen. Cashews in einen Mixer geben – bei kleinen Pesto-Mengen empfiehlt sich ein Stabmixer mit Mixeraufsatz.

  2. Schritt 2

    Giersch, Leinöl, Wasser und eine Prise Salz nach Belieben hinzugeben und fein pürieren.

  3. Schritt 3

    Hornveilchen mit Schere oder Messer in feine Streifen schneiden und mit einem Löffel unterrühren.

  4. Variante 1

    Wenn ihr eine leichte Schärfe mögt, könnt ihr wahlweise junges Radieschengrün hinzufügen. Die frischen Radieschen eignen sich klasse zum Dippen, wenn euer Pesto fertig ist. Diese hübschen Exemplare sind aus eigener Ernte aus dem Blumentopf – klappt im Garten übrigens genau so gut wie auf dem Balkon.

  5. Variante 2

    Wenn ihr euer Pesto gerne würzig mit Käse-Note mögt, könnt ihr frisch geriebenen Grana Padano unterheben.

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