Der Kuchen, der richtig gut tut: Berry-Pudding-Cake mit Dattel-Nuss-Boden

Ewig hab‘ ich mich nicht rangetraut. Ein Kuchen ohne Ei, ohne Milch und Gluten? Am besten gleich ganz ohne Mehl, Margarine oder Butter und ohne raffinierten Zucker. Haha, bleibt ja gar nichts übrig, oder? Dabei wollt ich’s aber nicht belassen und dachte mir: Ich probier’s einfach mal, muss doch irgendwie gehen. Und wisst ihr was? Es geht.

Vegane Kuchen haben oft den Nachteil, dass sie einen entweder geschmacklich nicht gerade umhauen – oder aber superteuer sind, weil preisintensive Produkte, wie Mandelmus, benötigt werden (rund 15,- EUR für 500 g haben mich echt umgehauen). Also habe ich herumexperimentiert, um Zutaten zu finden, die günstig zu haben sind, und gleichzeitig die Garantie für guten Geschmack geben: Die feine Balance zwischen süß, salzig, sauer – und vollmundig (wird oft auch ‚umami‘ genannt – der fünfte Geschmack – den man übrigens auch prima ohne Geschmacksverstärker hinbekommt). Scharf lassen wir heute mal weg, man muss es ja nicht übertreiben, mit der Geschmacksexplosion. Das ist dabei herausgekommen:

Der Berry-Pudding-Cake mit Dattel-Nuss-Boden

Ihr baucht:

3 handvoll Nüsse nach Wunsch (ich habe Haselnüsse verwendet, es geht aber auch mit Mandeln, Cashews etc.)

2 handvoll Soft-Datteln (entsteint)

Agavendicksaft

2 Msp. gemahlene Vanille

1 Prise Meersalz

Veganes und glutenfreies Pudding-Pulver (z.B. Mandel-Pudding von BioVegan)

Mandel-, Macadamia, Cashew- oder Sojamilch

1 Riegel Kakaobutter (als Kakaobutter-Tafel, gibt’s im Biomarkt)

1 EL Cashewmus (gibt’s im Biomarkt)

3 handvoll Beeren nach Saison

(Ich habe übrigens beim Erstellen dieses Blogbeitrags gesündigt und habe total nichtsaisonale Erdbeeren gekauft. Immerhin aus Spanien, also nicht allzu weit weg und geschmeckt haben sie, wie im Mai. Yes.)

So geht’s:

Als Erstes zerhackt ihr die Nüsse ganz fein im Mixer. Wenn ihr einen Power-Mixer habt, dann gebt die Datteln hinzu. Wessen Mixer wenig Power hat: Datteln ganz kleinschneiden und zusammen mit den gemahlenen Nüssen in eine Rührschüssel geben. 3-4 EL Agavendicksaft, gemahlene Vanille, eine kleine Prise Meersalz hinzugeben, gut miteinander vermengen und durchkneten. Kleidet eine runde Kuchenspringform mit Backpapier aus, füllt die Dattel-Nuss-Masse hinein und drückt sie fest. Bereitet den Pudding nach Packungsanleitung zu (verwendet dabei Nuss-, Reis- oder Sojamilch, süßt direkt beim Aufkochen der Milch mit Agavendicksaft, bevor ihr das ungesüßte Puddingpulver hineingebt), füllt die Puddingmasse ebenfalls in die Springform. Lasst einen Riegel Kakaobutter in einer Metallschüssel über einem Wasserbad schmelzen, rührt 1 EL Cashewmus, 1 EL Agavendicksaft sowie eine Msp. Vanille hinein. Verteilt die flüssige Cashew-Schokolade vorsichtig mit einem Esslöffel auf dem Pudding. Stellt dann alles über Nacht im Kühlschrank kalt (wenn’s schnell gehen soll, reichen bestimmt auch schon 1-2 Stunden).

Am nächsten Tag: 2 handvoll Beeren putzen und waschen, teilweise halbieren. Auf dem Kuchen verteilen. Restliche Beeren waschen und im Mixer mit 1-2 EL Agavendicksaft fein pürieren. Serviert die Kuchenstücke mit der pürierten Beerensoße.

Ganz ehrlich, zum Reinsetzen lecker, das Ganze. Und ganz ohne Ei, Milch, Gluten, Mehl, Margarine, Butter und raffinierten Zucker. Yeah.

3 Gedanken zu “Der Kuchen, der richtig gut tut: Berry-Pudding-Cake mit Dattel-Nuss-Boden

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